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Der Außenputz schützt das Gebäude vor Witterungseinflüssen, ist also eigentlich eine „Schleißschicht“, die irgendwann aufgebraucht, verwittert sein wird. Der größte Feind des Außenputzes sind Wasser und Gebäude/ Materialspannungen, die zu Rissen führen: beides zusammen wirkt zerstörerisch. Das weiß eigentlich jeder und das ist an alten Gebäuden gut zu beobachten. Weitere nicht unerhebliche Aufgaben des Außenputzes besteht aber auch darin, die Wasserdampfdiffusion aufrecht zu erhalten und die Temperaturveränderungen zu regulieren, sprich zu kompensieren. Mechanische Beanspruchungen werden mit Sicherheit auch auftreten, und, zu guter Letzt, der Putz darf natürlich auch gut aussehen und Ihrem Haus den entsprechenden Charakter verleihen. Das sind eine ganze Menge, was unser Außenputz leisten muss; daher ist für einen möglichst nachhaltigen Putz die Material- und Verarbeitungsqualität von entscheidener Bedeutung. Jeder kann sich ausmalen, dass eine günstige, im besten Fall 4mm starke Kleberschicht mit Gewebe (Armierung) auf blankem Stein mit Scheibenputz drauf nur bedingt geeignet ist, diesen Aufgaben über einen längeren Zeitraum gerecht zu werden: irgendwann wird’s teuer. Außenputz ist in aller Regel 2- lagig auszuführen, wobei die erste Lage, der Unterputz, im mittel 15mm nicht unterschreiten sollte. Diese „ Entkoppelung“ ist sehr wichtig, um Risse zu minimieren. Ein ganz besonderes Augenmerk gehört der Trocknungsphase des Unterputzes, 1 Tag pro mm!!( Also mindestens 15 Tage). Der Oberputz ( Edelputz) wird mit der entsprechenden Grundierung als 1mm-5mm starke Endschicht mit der Traufel aufgezogen und strukturiert. Etliche Einfärbungen und Anstriche sind möglich, der Bauherr kann sich hier frei entfalten 2. Teil Eine besondere Stellung nimmt der Sockelputz ein, da er durch seine Nähe zum Erdreich und damit zum Wasser besonders beansprucht wird. In aller Regel sollte in diesem Bereich auf einen wasserabweisenden Putz nicht verzichtet werden, auch wenn als Untergrund oft Perimeterdämmung geklebt wird. Wir unterscheiden im wesentlichen mineralische Putze und Kunststoffputze : Mineralische Putze Mineralische Putze haben anorganische Bindemittel, wie Kalk, Zement, Lehm und Gips. ( nur für Innenwände/ Decken) Die Industrie mischt auch gerne die Bindemittel, um noch bessere Eigenschaften zu erzeugen. Mineralische Putze erhärten durch chemische Reaktionen. Kunststoffputze ( Organische Putze) Kunststoffputze haben organische Bindemittel, sogenannte Kunstharze. Diese Putze, zu denen auch die Silikat- und Silikonharzputze gehören, erhärten allein durch das verdunsten des im Putzmörtel gebundenen Anmachwassers. Typische Oberflächenstrukturen sind z.b. Rillenputze, Kratzputze, Glattputze, Kellenputze |
